Buchempfehlungen

es fehlen noch viel Bücher, gerade die zu psychologischen und philosophischen Grundlagen (s. Methoden),

hier eher Bücher für die praktische Arbeit :

Hochlautung und Sprechtechnik:

** Der kleine Hey, die Kunst des Sprechens, Schott; 52. Auflage 2006, März 1997, ISBN-13: 978-3795787028 (sehr altertümlicher Klassiker, die 1. Ausgabe erschien um 1900 herum, aber immer noch das am meisten verwandte Sprechtechnikbuch)

** Vera Balser-Eberle, Sprechtechnisches Übungsbuch, öbv & hpt, Wien, ISBN 3-215-12794-6 (leicht verständlich, übersichtlich, gute Wortsammlung mit Übungen, auch für Laien, die das Thema interessiert)

+ Heinz Fiukowski, Sprecherzieherisches Elementarbuch, de Gruyter; 8. Auflage, März 2010, ISBN-13: 978-3110233735 (wissenschaftlich fundiert und sehr ausführlich, Klassiker seit über 20 Jahren immer wieder neu aufgelegt, für Profis sehr empfehlenswert)

+ Edith Wolff und Egon Aderhold, Sprecherzieherisches Übungsbuch, Henschel Verlag Berlin; 15. Auflage, Februar 2009, ISBN-13: 978-3894870355 (Stimmbildung, Artikulation und Sprechgeläufigkeit, wissenschaftlich fundiert, besonders für Schauspieler)

+ Veronika Struck/Doris Mols, Das Mundwerk: Training für die Sprechwerkzeuge, Verlag Modernes Lernen; Auflage: 3. Auflage. (2011), ISBN-13: 978-3808005118 (für alle, die ihre Mundmotorik, Artikulation und das Schlucken optimieren wollen, von zwei erfahrenen Sprechtherapeutinnen)

+ Anita Kittel, Myofunktionelle Therapie, Schulz-Kirchner-Verlag, Taschenbuch 11. Auflage 14. März 2014 (ein Muss für alle Sprechtrainer und Logopäden, professionelle Übungssammlung für das Training der Artikulationsmuskulatur)

+ Stefanie Schramm, Claudia Wüstenhagen, Das Alphabet des Denkens: Wie Sprache unsere Gedanken und Gefühle prägt, Rowohlt Verlag, Dezember 2014, (beschäftigt sich mit den in alle Sprachen ähnlich geltenden Zusammenhängen von Lauten, Sprache und Gefühlen. Wissenschaftlich geschrieben, etwas trocken, ohne Abbildungen, aber gründlich und fundiert.)

Atem, Stimme, Stimmhygiene:

+ Antoni Lang/Margarete Saatweber, Stimme und Atmung – Kernbegriffe und Methoden des Konzeptes Schlaffhorst-Andersen und ihre anatomischen-physiologische Erklärung, Schulz-Kirchner Verlag, 2011, 2. überarb. Auflage , ISBN 978-3-8248-0646-1 (ausführliches, medizinisch und methodisch fundiertes Werk zur Methode Schlaffhorst-Andersen für alle, die es wirklich genau wissen wollen)

* Dr. Claudia Hammann, Bei Stimme bleiben: Ein Ratgeber für Lehrer und Berufssprecher, Schulz-Kirchner, Oktober 2011, ISBN-13: 978-3824808793 (gut gegliedert, handlich, praxisnah und leicht verständlich)

* Sabine Wittstock, Stimmig sprechen stimmig leben, Körper-Sprache-Mimik, Beust Verlag 1. Aufl. 2001, ISBN 3-89530-061-6 (sehr guter ganzheitlicher Blick auf Stimme, Körper, Seele und Kommunikation)

* Coblenzer/Muhar, Atem und Stimme – Anleitung zum guten Sprechen, öbvhpt; 20. Auflage (2002), ISBN-13: 978-3215020407 oder bei G & G Kinder- u. Jugendbuch, Januar 1999), ISBN-13: 978-3707405408 (DER Klassiker mit sehr guter Übungssammlung! Kein Kinderbuch!)

* Ingeburg Stengel und Theo Strauch, Stimme und Person: Personale Stimmentwicklung, Personale Stimmtherapie, Klett Cotta Verlag, Taschenbuch, 5. Auflage Februar 2015 (das Buch beleuchtet das Thema Stimmentfaltung auch von der Seite der Psychischen Zusammenhänge. Sehr viele gute klassische Übungen aus dem Stimm – und Sprechtraining mit Erläuterungen zur psychischen Seite)

+ Kristin Linklater (Autor), Thea M. Mertz (Übersetzer), Die persönliche Stimme entwickeln: Ein ganzheitliches Übungsprogramm zur Befreiung der Stimme, Reinhardt Verlag, Taschenbuch 4. Auflage Juli 2012 (die „Linklater-Methode“ ist unter Profis sehr bekannt. Sehr gutes gezieltes Aufbauen der Stimme in einem Gesamtkonzept, in Amerika DAS Training für Schauspieler)

+ Walburga Brügge und Katharina Mohs, Therapie funktioneller Stimmstörungen: Übungssammlung zu Körper, Atem, Stimme, Reinhardt Verlage, Taschenbuch 7. Auflage 1. März 2014 (Profihandbuch für die Stimmtherapie)

** Hiltrud Lodes, Atme richtig, Goldmann Verlag, 1985, ISBN-13: 978-3442103058 (sehr gut verständliches Buch über die Atmung, fundiert, überschaubar und praxisnah, gute Übungen)

+ Eckert/Laver, Menschen und ihre Stimmen -Aspekte der vokalen Kommunikation (mit CD) (sehr gutes, fundiertes Buch, beschäftigt sich mit den individuellen Facetten der Stimme und den resonanzgebenden Faktoren)

** Elisabeth Bengtson-Opitz, Sophie Opitz, Anti-Aging für die Stimme: Ein Gesangs-Handbuch für gesunde und glockenreine Stimmen, Timon Verlag März 2008, (fundierte Übungen einer Professorin von der hamburger Musikhochschule und einer Krankengymnastin für ein ganzheitliches Stimmtraining, nicht nur für die Altersstimme, aber für die auf jeden Fall gut!)

+ Jessica Braun, Atmen, wie die einfachste Sache der Welt unser Leben verändert, Kein & Aber AG Zürich 2019, (sehr sehr gründliches Buch zur Atmung. Jessica Braun (Journalistin und Autorin) hat hier viele Fakten und eigene Recherche zum Thema zusammengetragen, Vieles, was selbst ich, nach jahrzehntelanger Erfahrung mit dem Thema, noch nicht wusste. So viel, dass ich es eher Fachleuten empfehle, obwohl es für Laien geschrieben ist. Mit ausführlicher Literaturliste im Anhang)

Hörfunk und Fernsehen:

+ Stefan Wachtel, Sprechen und Moderieren in Hörfunk und Fernsehen, mit CD, UVK Medien, ISBN 3-89669-290-9 (professionell, viele Tipps, enthält auch ausführliches Literaturverzeichnis zu dem Thema)

+ Michael Rossié, Sprechertraining, Texte präsentieren in Radio, Fernsehen und vor Publikum, mit CD (nicht so toll), List Verlag, ISBN 3-471-78568-X (für Profis oder solche die es werden wollen, sehr gut))

Kommunikation, Sprache und Konflikte

** Friedemann Schulz von Thun, Miteinander reden, Rowohlt Verlag, 48. Auflage 2010, ISBN-13: 978-3499174896, (wissenschaftlich fundierter Klassiker mit wichtigem Basiswissen)

+ Wolf Schneider, Wörter machen Leute: Magie und Macht der Sprache, Piper Verlag, November 2011, (mit viel historischem und Erfahrungs-Wissen gespicktes Sachbuch. Für alle, die Lust auf tiefer gehendes Wissen haben. Vom Profi für Profis.)

+ Wolf Schneider (Autor), Luis Murschetz (Illustrator), Deutsch für Profis: Wege zu gutem Stil, Goldmann Verlag 2001. (Der ehemalige Leiter der hamburger Akademie für Publizistik erklärt, wie man es macht oder nicht machen sollte. Wunderbar geschrieben, vom Profi für Profis.

** Barbara Berckhahn, Die etwas intelligentere Art, sich gegen dumme Sprüche zu wehren – Selbstverteidigung mit Worten mit Trainingsprogramm, 6. Auflage als Taschenbuch Heyne 10/2010, ISBN 978-3-453-18878-5 (das Buch ist ein sehr praktischer Leitfaden durch Konflikte und Verhandlungen mit gutem, leicht umzusetzendem Handwerkszeug und Informationen. Ihr Grundsatz dabei ist sich selbst treu zu bleiben und zu stärken ohne dem anderen die Würde zu nehmen, also fair play. Das hat mir gut gefallen.)

Körpersprache/Ausstrahlung/Präsentation:

Hier vorweg, quasi als Vorwort, auch für das Thema „Haltung“, eine Definition des Wortes „Authentizität“ aus Wikipedia. Weil es so häufig in diesem Zusammenhang benutzt wird und meist ohne klare Vorstellung davon, was es heißt und für die Arbeit bedeutet:

„Authentizität von Personen

Authentizität bezeichnet auch eine Persönlichkeitseigenschaft und einen persönlichen (ethischen) Wert (Wertvorstellung). Angewendet auf Personen bedeutet Authentizität, sich gemäß seinem wahren Selbst, d. h. seinen Werten, Gedanken, Emotionen, Überzeugungen und Bedürfnissen auszudrücken und dementsprechend zu handeln, und sich nicht durch äußere Einflüsse bestimmen zu lassen (Harter, 2002).  Gruppenzwang und Manipulation beispielsweise unterwandern persönliche Authentizität.

Die Sozialpsychologen Michael Kernis und Brian Goldman unterscheiden vier Kriterien, die erfüllt sein müssen, damit man sich selbst als authentisch erlebt:

Bewusstsein – Ein authentischer Mensch kennt seine Stärken und Schwächen ebenso wie seine Gefühle und Motive für bestimmte Verhaltensweisen. Dies setzt Selbsterkenntnis durch Selbst- und Fremdwahrnehmung und Selbstreflexion voraus, um sich seiner selbst und seines Handelns bewusst zu werden.

Ehrlichkeit – Hierzu gehört, der ungeschminkten Realität, das eigene Selbst betreffend, ins Auge zu blicken und auch unangenehme Rückmeldungen zu akzeptieren.

Konsequenz – Ein authentischer Mensch handelt nach seinen Werten und Überzeugungen. Das gilt für die gesetzten Prioritäten und auch für den Fall, dass er sich dadurch Nachteile einhandelt. Kaum etwas wirkt verlogener und unechter als ein Opportunist.

Aufrichtigkeit – Authentizität beinhaltet die Bereitschaft, sein wahres Selbst, mit seinen positiven wie negativen Seiten, in sozialen Beziehungen offen zu zeigen und nicht zu verleugnen.[12]

Eine als authentisch bezeichnete Person wirkt besonders „echt“, strahlt aus, dass sie zu sich selbst mit ihren Stärken und Schwächen steht und im Einklang mit sich selbst handelt. Sie vermittelt ein Bild von sich, das beim Betrachter als ehrlich, stimmig, urwüchsig, unverbogen, ungekünstelt wahrgenommen wird. Dabei muss es sich nicht um die realen Eigenschaften des Betrachteten handeln. Auch Zuschreibungen von Betrachtern können diese Eindrücke verursachen und als Teil einer gelungenen Inszenierung fungieren. Ist die Inszenierung übertrieben, kann sie klischeehaft wirken und zum Kitsch werden oder dann als künstlerisch gekonnt erscheinen.“

Bücher zum Thema:

* Reingard Gschaider, Shirley Seul, Charisma, wie Sie mit mehr Ausdruck Eindruck machen, Gräfe und Unzer 2011, ISBN 978-3-8338-8-23114 (leichte Kost aber doch ernst zu nehmen, viele schöne Übungen und Ideen)

+ Samy Molcho, Alles über Körpersprache, Mosaikverlag 2001 (Klassiker zur Körpersprache – oft etwas plakativ und wenig praktische Übungen, aber wissenschaftlich fundiertes Basiswissen)

* Tiziana Bruno/Gregor Adamczik, Körpersprache, Haufe Verlag 2010, ISBN 978-3-448-09299-8 (empfehlenswerter, wirtschaftsorientierter, praxisorientierter Taschenguide)

+ Stefan Spies, Der Gedanke lenkt den Körper – Körpersprache – Erfolgsstrategien eines Regisseurs, Hoffmann und Campe, 2. Auflage der überarbeiteten und erweiterten Neuauflage von 2010, 2015, ISBN 978-3-455-50152-0 (quasi ein um viel konkretes Wissen aus dem wirtschaftlichen Berufsleben erweiterter und verfeinerter Samy Molcho mit vielen Fotos zu Körpersprache. Immer mit dem Charakterkopf des Autors selber im Bild, das wirkt – schon auf der Titelseite – sehr selbstverliebt, was etwas nervt. Es ist nicht billig, aber zu empfehlen.)

** Matthias Pöhm, Vergessen Sie alles über Rhetorik, Mosaik bei Goldmann, Taschenbuch, Februar 2009, ISBN 978-3-442-17007-4 (angenehm erfrischendes Aufräumen mit überholten steifen Präsentationsformen, sehr leicht zu lesen und viele sehr konkrete Tipps. Dort habe ich vieles wiedergefunden, was ich auch unterrichte. Nicht von der reißerischen Aufmachung irritieren lassen!)

Haltung

** Esther Gokhale mit Susan Adams, Nie wieder Rückenschmerzen: Dauerhafte Besserung in 8 Schritten, Riva Verlag, August 2013, (Haltungsschule auf Basis von Forschungsreisen zu naturnah lebenden Völkern, reich an aussagekräftigen Fotos und Illustrationen. Mein wichtigstes Buch zum Thema äußere Haltung.)

** Anja Reschke, Haltung zeigen, Rowohlt Taschenbuch Verlag Reinbek, Oktober 2018, (Ein ganz kleines Bändchen, aber sehr klar und gehaltvoll. Ein von den Erlebnissen der öffentlich auftretenden Autorin (Journalistin und u.a. Moderatorin der „Tagesthemen“) persönlich gefärbter Band. Dabei sehr ernst zu nehmen. Schlüsselt z. B. sehr schön den Unterschied zwischen Haltung, Einstellung, Starrsinn und Meinung auf. Beschreibt u. a. auch den Zusammenhang von Körperhaltung und innerer Haltung.)

Lampenfieber

** Ulla Beushausen, Sicher und frei reden – Sprechängste erfolgreich abbauen, Ernst Reinhardt Verlag 2014, (gut strukturiertes und sehr fachkundiges Informations- und Arbeitsbuch zum Thema Lampenfieber mit Checklisten und vielen Übungen.)

** Dr. Micheal Bohne, Klopfen gegen Lampenfieber – sicher vortragen, auftreten, präsentieren, Rowohlt Taschenbuch Verlag Mai 2008, 5. aktualisierte Auflage Februar 2016, spannende Mischung von psychologischem Wissen und Übungen verbunden mit energetischen Körperübungen (u.a. einfache Klopftechnik) und viel Erfahrungswissen aus seiner Arbeit mit international arbeitenden Orchestern und Opernsängern und Managern, nicht ganz so gut strukturiert und praktisch, wie das Buch von Beushausen, aber voller wertvoller Tipps. In der Kombination sind die beiden Bücher klasse)

** Georg Parlow, Zart besaitet: Selbstverständnis, Selbstachtung und Selbsthilfe für hochsensible Menschen Festland Verlag, Taschenbuch, 2. Auflage 10. Juni 2015 (das Thema Hochsensibilität ist ein wichtiger Baustein für Auftreten und Stimme, es erklärt vor allem Betroffenen viele Phänomene und zeigt Wege des Umgangs damit)

* praxisorientierte Bücher, die nicht teuer sind und auch Laien einen guten Einstieg in das jeweilige Thema  bieten

** alle praxisorientierten preiswerteren Bücher, die das Thema besonders gut auf den Punkt bringen

+ Bücher für Profis, die tiefer einsteigen möchten

Stand Februar 2020